Geschlossener Hof oder nicht?
Zuerst ist zu klären, ob die Immobilie ein geschlossener Hof ist. Das steht im Grundbuch: Der geschlossene Hof ist als solcher eingetragen, mit Wohnhaus, Wirtschaftsgebäuden und den dazugehörigen Grundstücken. Wenn nicht, wird er wie ein normales Haus mit Grund verkauft; wenn ja, gelten eigene Regeln.
Was sich beim geschlossenen Hof ändert
- Keine freie Teilung. Der Hof bleibt eine Einheit: Um einen Teil getrennt zu verkaufen, zum Beispiel eine Wohnung im Haus oder ein Grundstück, braucht es die Genehmigung der örtlichen Höfekommission.
- Eigene Regeln auch im Erbfall. Oft wird ein Hof nach einer Erbschaft verkauft: Dann gelten die Regeln zum geschlossenen Hof schon bei der Teilung unter den Erben.
- Fachleute einbeziehen. Notar und Techniker gehören an den Anfang, bevor man einen Käufer sucht, nicht ans Ende.
Wie ein Hof bewertet wird
Der Wert eines Hofes ergibt sich nicht aus dem Quadratmeterpreis einer Wohnung: Es zählen Wohnhaus, Wirtschaftsgebäude, Fläche und Art der Grundstücke (Wiesen, Wald), Zufahrt, Lage und eine eventuelle Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Tätigkeit. Die OMI-Werte geben eine Idee der Preise im Ort, aber für einen Hof nennt der Rechner keine automatische Zahl: Es braucht eine Bewertung vor Ort.
Höfe im Gadertal und in Gröden
Im Gadertal gibt es Höfe vor allem im mittleren und unteren Tal, um Abtei, Wengen, St. Martin in Thurn und Enneberg; in Gröden an den Hängen über den Orten. Die Preise im Ort und seine Besonderheiten finden Sie auf den Seiten Gadertal und Gröden.